25. TaurisMan – Sprintdistanztriathlon 07.05.17

25. TaurisMan – Sprintdistanztriathlon 07.05.17

oder „Der 1. Triathlon überhaupt“

Vorbereitung

Am Sonntag den 9. Oktober 2016 um 7:18 Uhr morgens begann mit meinem ersten Trainingslauf nach fast 20 Jahren Laufabstinenz der Einstieg in den Triathlonsport. Am Sonntag 7. Mai 2017 nun der erste Wettkampf oder besser gesagt das erste Zwischenziel erreicht.

In Zahlen ausgedrückt ist der Triathlon der 98. Lauf seit Anfang Oktober 2016 gewesen. Mit dem Zieleinlauf habe ich 608 km seit dem ersten Lauf hinter mit gebracht, und das alles in Barfussschuhen.

Bedingt durch den Winter war das Radtraining seit Anfang Oktober nicht der Fokus. Dies änderte sich erst mit dem Frühjahrsbeginn Ende Februar. Geworden sind es aber 61 Radfahrten mit insgesamt 1244.4 km. Diese Zahl stimmt nicht ganz, aufgezeichnet wurden darin 7 Trainings auf der Rolle mit 0 km. Diese 7 Trainings sind in Summe noch einmal 3 Stunden 45 Minuten, die hinzukommen. Bei einem 20er Schnitt wären das 75 km.

Schwimmen war ebenfalls nach fast 20 Jahren mal wieder intensiv und kontinuierlich zu trainieren. Geworden sind es 42 Einheiten mit 56,8 km.

Aber die Saison hat erst begonnen und das schöne Wetter kommt ja erst noch.

Dann war er da, der Anreisetag zum 1. Triathlon. Mit dem Ford Nugget über Koblenz und einem kurzen Besuch bei Canyon auf den Parkplatz vom Tauris und die Startnummern abgeholt.

Das Tauris Freizeitbad in Mühlheim-Kärlich hatte ich in der Zeit, als wir noch in Koblenz wohnten, schon mal besucht. Hier wird es also beginnen.

Wetter, immer wieder ein Thema gab es keines. Zumindest kein schönes. Wenn die ganze Woche über die App von wetter.com noch Sonne und 18 Grad vorhergesagt hatte, regnete es (leicht) und naja, mehr als 13 oder 14 Grad waren es sicher nicht.

Vor der Wettkampfbesprechung aber erst mal Rad einchecken. Hier zeigte sich, dass Kampfrichter beim Triathlon eine ganz andere Atmosphäre erzeugen, als ich es von MTB Marathon Wettkämpfen her kenne. Als erstes musste der Kinnriemen des Fahrradhelmes enger gemacht werden und der Hinweis, das nichts am Rad liegen darf erhöht den Druck. Was und vor allen Dingen wie platziere ich Handtuch und Regenjacke. Entscheidung fiel dann schnell, gar nicht.

Der Wettkampf

7. Mai, Sonntag morgen 10:15 Uhr. Der Startschuss fällt. Ich bin im Becken des Tauris, habe eine gelbe Badekappe an und nach kurzer Absprache mit den 4 anderen auf meiner Bahn 2, lege ich als 3. Schwimmer los. Natürlich hab ich mich wieder verzählt. Es tauchte das Schwimmbrett im Wasser auf, was mir signalisierte, noch einmal hin und her, dann wars das. Ich wäre ohne die Anzeige noch 2 weitere geschwommen.

Im Schwimmbecken

Badekappe aus, Chlorbrille der Schwiegermutter in die Hand gedrückt und ab in die Wechselzone. Noch kurz überlegt, ob ich Socken zum Radfahren anziehen soll. Nein. Müsste sie eh nach dem Radfahren wieder ausziehen, da ich keine Zehensocken anziehen wollte. Ist eh alles nass. Gut, schnellen Schrittes nun zur Markierung, ab der man fahren darf und los. Es hatte aufgehört zu regnen. Die Strasse war natürlich trotzdem nass, also vorsichtig fahren in den Kurven. Gesagt getan. 3 Runden a 7 km sind zu absolvieren. Auch ohne Triathlonaufsatz konnte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 33 km/h treten und halten, zumindest war das die Anzeige meines Sigma Rox 10, der natürlich gut 500m gebraucht hatte, bis er GPS gefunden hat. Wie man an den Endzeiten sehen kann, war das trotz abgesprungener Kette in der ersten Runde auch die tatsächliche Geschwindigkeit.

20km sind schnell vorbei und wieder ab in die Wechselzone. Rechter Radschuh aus und dann – Krampf. Es darf nicht war sein.

Der Kollege, welcher auf meiner Schwimmbahn bestimmt 1 Minute vor mir das Wasser verlassen hatte und von mir ca. 1 km vor Ende des Radfahrens eingesammelt wurde, kam in die Wechselzone und meinte nur, oh Krampf, dann hab ich ja doch noch eine Chance. Natürlich mit einem lächeln im Gesicht. Als Auflockerung der Situation lobte er dann noch meinen Druck auf dem Rad. Schade, beim Laufen hat er mich dann gnadenlos versägt.

Laufen, die 3. und letzte Disziplin. Ich überlege mir vorher immer wie ich im Wettkampf vorgehen will. Idee war es, mal mit einem 5min/km Schnitt loszulaufen und dann langsam immer schneller zu werden. Erstes hat geklappt. Nach gut einem Kilometer merkte ich aber, dass mein linker Wadenmuskel zu schmerzen begann. Um nicht noch einen Krampf zu riskieren bin ich also im etwa gleichen Tempo weitergelaufen. Ein Versuch, dies zu beschleunigen, klappte dann für ein paar Meter mit einer 4:45min/km Pace. Leider konnte ich das nicht mit ins Ziel nehmen.

Taurisman – Laufen

Egal.

Zieleinlauf – Endzeit 1:13:54 Std.

Ziel erreicht – naja – zumindest das 2. gesetzte. Wunsch wäre es gewesen unter 1:10 Std. zu bleiben, und wenn es nicht klappt, dann eben unter 1:15 Std.

Ausreden? Genügend, nein ehrlich, alles gut. Ich bin ein Sommermensch und Höchstleistungen bringe ich ab 25 Grad aufwärts. Von daher war das nicht mein Tag für Heldentaten. Die kommen dann noch, hoffentlich 😉

Fazit

Ich bin angekommen in meiner neuen Sportart Triathlon. Ja, es macht Spass. Ja, ich werde weitermachen. Und ja, ich werde daran festhalten: 2018 Mitteldistanz und 2019 auf die Langdistanz. Schön eins nach dem anderen.

Gereicht hat es für Platz 8 in meiner Alterklasse von 18 platzierten Athleten. Endlich – mein seit Jahren festgebranntes Ziel – in der ersten Hälfte der Ergebnisliste angekommen.

Ergebnis Tauris Man
Ergebnis Tauris Man

Ich freue mich auf die Olympischen Distanzen dieses Jahr.

Ein Wort noch zur Veranstaltung. Ich finde diese kleinen Veranstaltungen von Vereinen ausgerichtet sehr sympatisch. Der Triathlon Verein Mühlheim-Kärlich hat sein bestes gegeben und das hat man gemerkt. Super Organisation, Strecken sehr zuschauerfreundlich – alles Prima. Mal schauen, vielleicht komme ich 2018 wieder.

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