Freiburg Triathlon 2017

Freiburg Triathlon 2017

oder: die erste Olympische Distanz mit Überraschungen

Startnummer

Da war er nun, der 22.07.2017. Der Tag vor dem ersten Triathlon Wettkampf über die Olympische Disziplin. Klassische Aufgabe für mich: Startnummern abholen.

Also nichts wie ins Seeparkstadion. Die fleissigen Helfer und Mitglieder vom TriTeam Freiburg hatten das meiste schon vorbereitet – also morgen geht es wirklich los.

Zuerst aber eine Überraschung. Wer sich als erster anmeldet, bekommt die Startnummer 1. Super. Der Druck ist immens hoch, wenn man weiss, das normalerweise Profis mit hoher Siegwahrscheinlichkeit diese Nummer zugeteilt bekommen. Profi bin ich nicht, und Chancen auf den Sieg – naja – eher nicht. Cool ist es trotzdem.

 

Startnummer 1

Nun noch warten bis der Regen aufhört und dann das gleichzeitig stattfindende Seeparkfest besuchen. Dies an diesem Tag eine sehr traurige Veranstaltung, sicherlich dem Regen geschuldet.

Wetter, immer ein gutes Thema – morgen zum Wettkampf soll es nicht regnen. Sehr gut.

Angeblich ist das Wasser auch warm und Neo ist nicht. Wir werden sehen, trotzdem die Pelle mal einpacken.

Check In

Am Morgen dann noch die Startnummer am Fahrrad befestigen. Super Übung, da ich überhaupt keinen Plan hatte wie. Also erstmal falsch dran, ab ins Stadion und gesehen wie es richtig geht. Wäre auch zu einfach gewesen direkt drauf zu kommen. Am Duathlon im März gab es keine Nummer fürs Rad und am TaurisMan einen Aufkleber. Tja, kommen Wettkämpfe kommt Erfahrung. Bin ja Einsteiger.

Helm auf ab zum Check In, durch.

Alles ordentlich hingelegt, noch 2x kontrolliert, für gut befunden. Interessant ist, das es Leute gibt die über eine halbe Stunde in der Wechselzone verbringen, warum auch immer. Ich bin da deutlich schneller. Nun noch kurz den Schwimmeinstieg prüfen, und warten das es los geht.

Schwimmen

Laut Kampfrichter ist das Wasser 25 Grad warm. Kann ich fast nicht glauben. Die Aussentemperatur ist so um die 15 Grad, der starke Wind macht es eher kühler. Gut, dann ins Wasser – Badewannentemperatur. Spannend. Wieder raus – frieren. Warum bin ich da nur rein? Egal.

Dann fällt er, der Startschuss. Mein erstes mal im Freiwasser (Wettkampf) und die erste Olympische, allerdings mit verkürzter Strecke auf 1km. Alle warnen vor der Massenschlägerei, bei meinen eher mittelmässig bis schlechten Schwimmzeiten (ca. 20 Minuten auf den einen Kilometer) mal eher hinten eingereiht und los.

Wahnsinn.

Schwimmen kurz nach dem Start

Ein Gewühl in dem Wasser. Brutal. Hab bestimmt 200m gebraucht, bis ich mal richtig Kraulen konnte. Anfänglich war der Kopf die ganze Zeit aus dem Wasser, was wohl ein eher schlechter Kraulstil ist. Dann gings aber flott voran. Ich konnte sogar ein paar wenige Überholen. Boje 1, Boje 2 und nun zurück zum Ausstieg. Ich weiss nicht ob es daran lag, das da so viele Leute mit mir schwammen, aber geradeaus Schwimmen ging sehr gut. Nur am Ende hab ich mich am Ufer orientiert, blöd aber nicht dramatisch.

Aus dem Wasser, Blick auf die Uhr – 19:55 min. Ich hab es mal wieder geschafft. Nach ca. 15 Jahren endlich wieder mal die 1000m in 19:xx min geschwommen. Dachte schon, ich schaff das nie wieder.

Wechsel 1 und Rad

Wechseln kann ich. Hab ich ja schon 2x unter Wettkampfbedingungen gemacht. Die Kompressionsstulpen wollte ich anziehen, hab sie dann aber nicht anbekommen, also ohne. Socken, Handschuhe, Schuhe, Helm, Startnummernband und gefühlt nach einer Ewigkeit endlich raus aus der Wechselzone. Ja die Wechsel sind noch massiv optimierbar. Da es nur eine Zwischenzeitnahme am Eingang der Wechselzone 1 und den nächsten erst beim Verlassen Wechselzone 2 gab, kenne ich meine Wechselzeit nicht. Natürlich hab ich nicht ordentlich auf die Uhr gedrückt, warum auch, wäre interessant gewesen. Ok, auch das mitstoppen ist dann für Immenstadt ein Thema.

Auf dem Rad Richtung Wechselzone 2

Die Radstrecke, fand ich vorher schon sehr interessant. Es geht auf einer Seite einer eigentlich 4spurigen Bundesstrasse rauf und wieder runter in 2 Runden mit je 2 Wenden. Also erstmal Trinken und Verpflegen, Arme auf die Auflieger, grosser Gang rein und los. Wäre da nur nicht der Wind, es wäre perfekt gewesen. Nur nicht meckern, der am Ende 38,8 km/h Schnitt ist nicht so schlecht für mich. Befand mich auch die meiste Zeit auf der Überholspur. Abstandhalten fiel mir erstaunlich leicht, da hatte ich ja vorher den grössten Respekt vor.

Irgendwann fuhr einer von hinten an mich ran und meinte, es würde wohl ca. 20% Kraft sparen, wenn er im Windschatten fährt. Dachte erst, er hat es nicht verstanden, aber er wollte es wohl nur ausprobieren. Nachdem ich kurz zurückgeschaut hatte, war er wieder auf Abstand. Kurz vor Ende hat er mich dann auch noch überholt. Warum? Naja, zum einen ging es leicht bergauf und ich wollte dann nicht „all out“ fahren, schliesslich kamen noch 10 Laufkilometer.

 

Wechsel 2 und Laufen

Dann war er da, der 2. Wechsel auf die Laufschuhe. Auf die Uhr geschaut, Schnitt gesehen und das ich nur 1:09 Std. Unterwegs war, erstaunen über mich selbst. Auch auch beim wechseln in die Laufsachen massiv Verbesserungsbedarf. Das das Schuhebinden doof ist, wusste ich vorher, hab aber auf die Schnelle keine Schnellschnürsenkel mehr bekommen. Egal, viel schlimmer war, das ich wohl schon 100m unterwegs war, bis mir auffiel, das ich auf meiner Uhr noch nicht gewechselt hatte.
4 Runden sind zu laufen. Immer ein bischen auf und wieder ab. Keine echten Höhenmeter, aber bergauf find ich nicht so cool zum laufen. Erstaunlich, auch das ging sehr gut. Lag garantiert an meinem Trailrun mit 600hm in Chur von vor 2 Wochen 😉

Also fleissig Haarbändchen am Arm gesammelt, und irgendwann war sie da, die letzte Runde. Das Tempo anziehen hab ich mir vorgenommen. Einfacher gesagt als getan. Erst als eine sehr schnelle Frau mich überholte, und es nur noch ca. 1km zu laufen war konnte ich fast dran bleiben. Hab meine Laufzeit aber die ganze Zeit auf der Uhr verfolgt, und ich lag immer rund um die 5:00 min/km. Für mich eigentlich ganz gut. Bestzeit auf 10km hatte ich zwar mit einem 4:49 min/km Schnitt, aber da hatte ich auch keine Schwimm- und Radstrecke hinter mir.

 

Laufen ist aber wirklich immer

Laufen

noch meine schwache Disziplin. Ok, als vorheriger Laufverweigerer auch kein Wunder. Da bin ich eher Stolz auf das Erreichte nach etwas mehr als einem halben Jahr Lauftraining. Gut angefühlt hat es sich aber noch nicht. Kommt.

Ziel

Im Ziel die Uhr gedrückt – geschaut – 2:12 Std. – wow. Da war ich platt. Ich hab es geschafft. Mein vorher ausgegebenes Ziel – unter 3 Stunden bleiben – hab ich geschafft 🙂
Dann fiel mir auf, 8,3 km beim laufen. Panik – hab ich was falsch gemacht? Zu wenig gelaufen?
Gleich zur Zeitmessung – 4 Haarbändchen ist richtig, oder? Ja ist die Antwort, und warum meine Uhr nur 8,3 km anzeigt, verstand er auch nicht. Bei der Siegerehrung sagte der Veranstalter dann, das die Strecke wohl etwas kürzer war 😉

Cool – die erste Olympische geschafft. Gibt noch etwas zu verbessern und optimieren. Auch beim Laufen muss ich mehr Tempo machen – aber das kommt gut.

Immenstadt und der KULT Triathlon kann kommen. Ich freu mich wahnsinnig.

 

Fazit

Ein dickes Lob an den Veranstalter, den Verein TriTeam Freiburg.

Bin ich fast traurig mich für den FT als Verein entschieden zu haben, aber so kann ich sehr kostengünstig Schwimmen trainieren. Wäre ansonsten doch teurer gewesen und im FT bin ich durch die Mädels eh. Aber mal schauen.

Super organisierte Veranstaltung, super liebe Helfer, coole Streckenwahl und nette Atmosphäre. Auch das (von mir als Getreide und Zuckerverweigerer nicht genutzte) Kuchenbuffet sehr mehr wie ordentlich aus. Man sieht, wenn es im Verein stimmt und jeder ein bischen was macht, kann man viel auf die Beine stellen.

Nächstes Jahr komme ich wieder. Keine Frage. Ist ja quasi direkt vor der Haustür (na gut, es ist 1km). Vielleicht schaff ich es nächstes Jahr wieder mich als erster anzumelden. Die Startnummer ist einfach nur cool.

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